Vor dem ersten Schuss: Wann der Finger gerade bleibt
Shownotes
Der Jagdschein steckt in der Tasche, die erste Jagdgelegenheit kommt – und plötzlich fühlt sich alles anders an als auf dem Schießstand.
In dieser Folge von Revierfunk sprechen Michael und Nils darüber, was unmittelbar vor dem ersten Schuss wirklich zählt: Wie gehe ich mit Jagdfieber um? Wann bin ich mir beim Ansprechen sicher genug? Was bedeutet ein zuverlässiger Kugelfang? Wie ehrlich muss ich meine eigene Schießfertigkeit einschätzen? Und wann ist es richtig, das Stück einfach ziehen zu lassen?
Außerdem geht es darum, warum moderne Technik eine jagdliche Entscheidung unterstützen, aber nicht ersetzen kann, weshalb der Elterntierschutz besondere Aufmerksamkeit verlangt und warum riskante Schüsse nicht dadurch besser werden, dass technisch vieles möglich erscheint.
Und schließlich: Was ist nach einem Schuss zu tun, wenn das Stück nicht unmittelbar liegt? Warum sollte der Anschuss nicht vorschnell verändert werden? Wann braucht es erfahrene Unterstützung und wann ein Nachsuchengespann?
Die zentrale Botschaft dieser Folge:
Ein guter Jagdtag wird nicht allein daran gemessen, ob Wild erlegt wurde. Manchmal ist der gerade gebliebene Finger die bessere Entscheidung.
Begriffe aus der Folge
Ansprechen: Wildart, Geschlecht, Alter beziehungsweise jagdlich relevante Merkmale möglichst sicher bestimmen.
Kugelfang: Gelände beziehungsweise Material hinter dem Ziel, das ein Geschoss zuverlässig aufnehmen kann, ohne Menschen oder Sachen zu gefährden.
Kammer: Bereich des Brustkorbs mit lebenswichtigen Organen.
Anschuss: Stelle, an der das Wild beim Schuss stand.
Schweiß: jagdsprachlich für Blut.
Nachsuche: gezielte Suche nach krankem beziehungsweise möglicherweise verletztem Wild.
Hinweis: Jagdrechtliche Regelungen unterscheiden sich teilweise zwischen den Bundesländern. Jagdzeiten, Vorgaben zur Nachtzieltechnik, Nachsuche und revierinterne Abläufe sind deshalb für das jeweilige Revier und Bundesland zu prüfen.
Weiterführende Einordnung
Für die redaktionelle Einordnung dieser Folge wurden unter anderem die DJV-Position „Jagdliche Ethik im Diskurs“ vom Juli 2026 sowie die DJV-Broschüre „Die Jagd in den sozialen Medien“ berücksichtigt.
Transkript anzeigen
00:00:01: Der Jagdschein ist bestanden, auf dem Skistand war die Aufgabe meistens ziemlich eindeutig.
00:00:05: Schießen, treffen, Prüfung bestehen.
00:00:07: Im Revier funktioniert das aber etwas anders.
00:00:11: Nur weil ein Stück
00:00:12: vor
00:00:12: einem steht und grundsätzlich erlegt werden darf heißt es noch lange nicht dass der Schuss in diesem Moment auch der richtige ist.
00:00:19: Wir sprechen heute darüber, was Jagdfieber mit einem macht.
00:00:22: Wie sicher Ansprechen und Kugelfang sein müssen, wo die eigenen Schießfertigkeiten die Grenzen setzen – und warum ein nicht abgegebener Schuss
00:00:29: manchmal
00:00:30: die bessere jagdliche Entscheidung ist?
00:00:32: Wir schauen auch darauf, was passiert wenn der Schuss gefallen ist und das Stück eben nicht dort liegt, wo man es erwartet.
00:00:40: Nach der Prüfung vor dem ersten Schuss….
00:00:42: Die Büchse liegt auf!
00:00:43: Der Puls rast die Atmung wird irgendwie ein bisschen seltsam... Das Stück steht breit.
00:00:50: Wir sind uns sicher ja wohl das passt, dass darf ich erlegen.
00:00:53: Ich habe sauber angesprochen Es ist wirklich eigentlich alles scheint zu stimmen.
00:00:59: und trotzdem ist die wichtigste frage vielleicht Muss sich jetzt überhaupt schießen oder dass ich den finger lieber doch gerade
00:01:09: Ja immer spannend.
00:01:12: Das kristallisiert sich dann schon raus wenn die leute beim Übungsschießen während einem Jagdscheinkurs die Waffe in der Hand haben und dann sagen viele ich bin nervös.
00:01:22: Und alles okay, das kriegt man ja am Skistand noch alles gut im Griff weil es ja ein Anführungszeichen auch auf eine Pupscheibe geht und was auch wirklich stundenlang steht bis wir die Scheibe wieder zurückholen Ja aber auch da wird dann immer schon drüber gesprochen hey ja ok beim Übungsschießen in der Prüfung da müsst ihr halt schießen im Jagdbetrieb Ja.
00:01:44: und im Jagdbetrieb kann es dann halt auch wirklich sein, dass derjenige dann sagt hey ich bin zu nervös.
00:01:50: Der Rebok oder das Absehen ist, das tanzt auf dem ganzen Rebok rum, dann bleibt die Kugel einfach im Lauf.
00:01:57: Das ist auch einfach so.
00:01:58: wir müssen ja nicht auf biegen und brechen das Stück Wild beschießen sondern man wartet dementsprechend ab und beim nächsten Mal vielleicht eine andere Situation.
00:02:07: Man ist vielleicht ruhiger das Stück steht näher und dann klappt das.
00:02:11: Also wie gesagt, das kann letztendlich jeder selber entscheiden.
00:02:15: Ich persönlich finde es eigentlich oder ich erinnere mich auch gerne daran zurück an die ersten Stücke wo wirklich, wo man noch ja von dem Jagdfieber getrieben wurde und dann eben glücklich war weil der Stück dann eben auch lang.
00:02:29: Ja da kann ich mich auch noch super gut dran erinnern.
00:02:32: Das sind auch Erinnerungen... werden uns glaube ich bis zum letzten Abendzug betleiten und im Jagdleben, Jägerleben kommen auch so manche Erinnerungen dazu.
00:02:43: Das ist einfach... Es ist was ganz Besonderes!
00:02:46: Nichtsdestotrotz müssen wir uns natürlich vor dem Schuss einige Fragen
00:02:50: stellen.
00:02:52: Und welche sind das?
00:02:55: Ja, wir gehen das natürlich im Kopf alles komplett durch, gell?
00:02:57: Ist es das richtige Stück?
00:02:59: Habe ich Kugelfang?
00:03:00: Was ist mit dem Vorder- und Hintergelände?
00:03:03: Wie ist meine Auflage?
00:03:04: Ganz entscheidend, also sprich wie ich die Waffe auflegen kann.
00:03:07: Wie ruhig bin ich tatsächlich?
00:03:10: Gibt sicherlich Situationen da... ...kann ich auf fünfzig Meter keinen gescheiten Schuss antragen weil ich die waffen nicht sauber auflegen können.
00:03:18: aber theoretisch auf hundertzwanzig hundertfünfzig Meter bin ich wirklich absolut ruhig auf dem Ziel, auf dem Stückwild.
00:03:27: Das sind so die wichtigsten Faktoren.
00:03:29: Also wie gesagt, ganz klar im Vordergrund soll der Stehenge die Gefährdung von anderer, ob das jetzt Thema Rückjagd-Situation ist oder Kugelfang hier im ländlichen Bereich mit Dörfern und Straßen
00:03:40: etc.,
00:03:41: Pp – das allerwichtigste.
00:03:44: Das hatten wir auch schon mal einen anderen Thema besprochen gehabt wo es eben um das Abrelverhalten ging.
00:03:51: Es muss wirklich einem klar sein was passiert da wenn die Kugel aus dem Lauf ist?
00:03:56: Und klar muss aber auch einem sein.
00:03:58: Derjenige, der einen Finger krumm macht, der steht voll und ganz in der Verantwortung.
00:04:03: Absolut!
00:04:04: Da steht er.
00:04:04: Deswegen ist es ja so wichtig, dass man sich beim Kugelfang hundert Prozent sicher ist um nicht zu sagen tausend Prozent.
00:04:11: Aber wie sicher muss ich mir dann eigentlich bei der Ansprache von dem Stück sein?
00:04:16: Ja, also ich glaube das ist in der heutigen Zeit die Technik gibt es her dass man da noch tatsächlich ansprechen kann.
00:04:23: Ist es jetzt im Prinzip den Rehburg den ich frei habe oder ist es das Stück Schwarzbild?
00:04:27: Da ist halt auch ganz klar ein Vorteil gerade Schwarzwild was ja mittlerweile überwiegend nachts mit der Technik erlegt wird wo ich auch wirklich sehen kann.
00:04:34: Is es ein Keilerchen oder is eine führende Bache oder ist ein Frischling aus der Rote heraus wo ich sehe dass dahinter kein anderes Stück mehr steht?
00:04:43: Das ist wirklich, wirklich wichtig.
00:04:46: Also Thema Mutter-Tierschutz ist ein separates Thema für sich.
00:04:49: Das ist allen klar was da passieren kann wie mir dagegen verstoßen.
00:04:55: und wie gesagt das Ansprechen als solches geht nicht darum ob jetzt der Rehbock den ich freigegeben habe, den Jährling Spießer ob er jetzt noch einenseitige Gabel hat oder nicht?
00:05:06: Das ist völliger Blödsinn.
00:05:08: Da würde ich auch niemals den Jachtschüler oder den Jungjäger da maßregeln.
00:05:14: Das bleibt dann nämlich negativ im Kopf und das ist völliger Blödsinn.
00:05:20: Also, dass es auch nicht mehr zeitgemäß ist.
00:05:22: Und da sollte man sich einfach wenn so ein Fehlabschluss was die Trophäe angeht... ...das kann man auch anderweitig oder einen Nachgang nochmal in einem ruhigen Gespräch mit ihm regeln und sagen hey, pass auf!
00:05:32: Guck doch bitte nächstes Mal noch mal genauer hin.
00:05:34: aus diesen und jeden Gründen, die im Prinzip ja oder die Spielregel, die der Jagd her letztendlich festlegt nach dem Spiel denn?
00:05:44: Oder sollte dann auch der Junge hier spielen.
00:05:47: Absolut!
00:05:48: Jetzt ist ja beim Ansprechen so.
00:05:50: es gibt auch manchmal eine Unsicherheit.
00:05:51: Jawoll ich habe jetzt gesehen... Es ist ein Stück Rehwild.
00:05:55: Jetzt spielen wir einfach mal das Szenario durch.
00:05:57: Wir sind im September.
00:05:59: Ich bin mir sicher, es ist ein Stück Rehwild.
00:06:01: Aber ich kann weder mich festlegen beim Geschlecht noch beim Alter... ...ich habe also keine hundertprozentige Sicherheit in der Ansprache.
00:06:08: Ich hab nur neunzig Prozent!
00:06:10: Was mach' ich nu?
00:06:12: Ja Michael, pass auf wir gehen da mal ein bisschen weiter zurück.
00:06:14: Wir gehen mal den Aprilen.
00:06:15: Diese Thematik mit dem Schmalrehbejagung.
00:06:20: Gesetzgeber im Abzunsjahr und früher auch Schmalrehe zu bejagen.
00:06:24: Ich finde das gut und wichtig, dass man sicherlich auch schon einen Teil Das schmalere erlegt, aber das wirklich nur diese neunzig Prozent was du eben beschrieben hast.
00:06:33: bei Neunzig prozent mach ich den Finger nicht krumm.
00:06:36: Wenn dann muss ich wirklich hundertprozentig sicher sein.
00:06:39: Und was halt im Frühjahr grad bei der Schmalre Thematikal ist, okay wenn da die Ricke, die noch kugelrund ist mit dem Schmalree oder den beiden Schmalrenen oder Schmalrie und Jährling im Bast.
00:06:51: Da kann ich es natürlich super ansprechen, da bin ich dann bei hundert Prozent gar keine Frage.
00:06:55: aber sobald irgendwie ihr Stücke ob das denn jetzt in April ist oder im September ist absolut vorsichtig sein.
00:07:03: Das ist Sache von den Jägern viel Erfahrung haben.
00:07:10: Da ist es jetzt wiederum so, viele Erfahrungen viel erlegen.
00:07:13: also sprecht die dann auch viel Beute machen.
00:07:16: Die haben auch dementsprechend auch die Erfahrungen.
00:07:18: das werfe ich denen jetzt aber einfach mal vor.
00:07:20: Die machen das nicht nur einfach.
00:07:22: ja habe ich jetzt halt mal Glück gehabt.
00:07:24: Eben sind wir wieder bei dem Thema Motorchirrschutz.
00:07:26: Also wie gesagt, man muss sich wirklich hundertprozentig sein und ich beachte verschiedene Kriterien.
00:07:33: Können wir dann auch nochmal im Detail drauf eingehen?
00:07:36: Wie unterscheide ich jetzt ein Schmalreh von einer Ricke und fehlt dementsprechend einen Kriterium?
00:07:42: Dann lasse ich einfach den Finger gerade!
00:07:44: Und das ist das Beste was man machen kann.
00:07:46: Während der kleinsten Unsicherheit sei es beim Ansprechen, sei es Beim Kugelfang Thema Sicherheit ist immer höchste Priorität fehlt dann halber prozentpunkt fingergrade lassen.
00:07:57: das bringt mich da nämlich auch schon zu der nächsten thematik.
00:08:00: jetzt gibt es ja viele ganz moderne waffen.
00:08:03: die haben eine super präzision.
00:08:05: Da kann man auf zwaren und meter auch einen euro stück mit beschießen.
00:08:09: Das ist wie beim autofahren.
00:08:10: ziehen wir den vergleich einfach noch mal her.
00:08:13: dat auto beziehungsweise die waffe kann das
00:08:16: aber
00:08:17: Kann ich als derjenige welche der an der waffe sitzt dass tatsächlich nutzen.
00:08:23: weil
00:08:24: Anfangs haben wir kurz darüber gesprochen, Aufregung Jagdfieber.
00:08:28: Was macht das eigentlich mit mir?
00:08:30: Unabhängig davon dass der Puls auf einmal rast wie sonst was da sind ja auch noch andere Körperregionen von Betroffenen.
00:08:38: Ja also genau die Waffe gibt es.
00:08:40: hier ist nicht das Thema.
00:08:41: im Schwarzwald gibt's ein Spruch Das Glump fängt hinterm schaft an sprich Der Steuermann ist entscheidend.
00:08:48: das sind eben solche Faktoren.
00:08:50: das Thema Jagdschieber, ich zitter und wackel.
00:08:53: Das sieht man selber dann am besten.
00:08:55: Man muss mal selbstkritisch betrachten, okay bin ich wirklich ruhig auf dem Stück drauf oder nicht?
00:09:03: Ihr werdet auch nirgends im Gesetz finden.
00:09:05: Ich darf das Stück Wild nicht aufs Haupt- oder auf ein Träger schießen.
00:09:09: Das ist zwar das ungeschriebene Gesetz der Weitgerechtigkeit was das irgendwo einschränkt aber explizit findet ihr das nicht.
00:09:16: trotzdem Schießen wir im Prinzip dem Stück Wild auf die Kammer, egal was es ist.
00:09:22: Es werden keine Kopf- oder Hauptschüsse gemacht nicht spitzt und vorne oder spitzt von hinten.
00:09:27: Sicherheit ist ganz bewusst wie gesagt oberes Thema das allerwichtigste überhaupt auf der Jagd.
00:09:34: Wann sollte ich denn in puncto Sicherheit und insgesamt ganz bewusst ein Stück ziehen lassen?
00:09:38: Wo man sagt ja wop!
00:09:40: Komm lass laufen erlege ich heute nicht gebe kein schuss drauf ab.
00:09:44: Ja punktusicherheit klar keinen Kugel fangen Das ist oder wenig Kugelfang.
00:09:49: Es stellt sich ja dann auch immer die Frage, was heißt denn eigentlich Kugelfang?
00:09:53: Klar der Gesetzgeber hat das mal näher definiert, es würde zu sehr ins Detail gehen.
00:09:57: aber wenn ich mir nicht sicher bin dass ich da einen sauberen Kugeln fange habe, dann lasse ich das Stück ziehen.
00:10:04: Das Stück ist vielleicht nervös steht halbspitzt man ist selber nervös und es passt einfach von der Situation her nicht.
00:10:11: Die Situation geht zu schnell für einen selber Und es gibt so ein Spruch, ja man soll über die eigenen Schießfährigkeiten nicht hinaus schießen.
00:10:21: Also sprich wenn das Stück wild vielleicht auch zu weit weg ist.
00:10:23: Vielleicht auch zu nahe.
00:10:25: Auch Dark-Up Situationen wo ich von Jachtschönern gehört habe Hey der kam jetzt in der Blattzeit der Rehbock.
00:10:32: Ich saß oben auf der Kanzel und auf einmal stand der fünf Meter neben dem Sitz und ich hab da auf vier Meter Entfernung von oben runter geschossen.
00:10:40: Das sind sicherlich Punkte wo dann eben auch ein bisschen Erfahrung dazu gehört Und das sind die Punkte, wo ich sage hier lass laufen.
00:10:49: Genießt das Erlebnis.
00:10:52: Positive Jagd-Erlebnisse stehen ja nicht immer nur im Zusammenhang mit dem erlegten Wild sondern auch mit Anblickerfahrungen.
00:10:59: sammeln.
00:11:00: positiv natürlich und auch die negativen Erfahrungen kommen automatisch dann eh dazu.
00:11:07: irgendwann kommt der Tag X auch wenn ich mir hundertprozentig sicher bin dass ich vielleicht mal ein Stück wild krank schieße oder das halt einfach in der Nachsuche endet.
00:11:15: Jetzt trifft ja dann irgendwann der Punkt ein, jetzt habe ich das erste Mal den Finger krumm gemacht.
00:11:19: Kugefang hat gepasst Ansprache hat gepasst Das Stück liegt springt aber vielleicht auch ab.
00:11:27: Was ist denn jetzt unmittelbar nach dem Schuss wichtig?
00:11:32: Ruhe überwahren ruhig bleiben Erstmal die Zigarettenlänge bleibt am Hochsitz Kontaktiert den Revierpächter.
00:11:41: Also grundsätzlich ist es so, jeder Schuss der im Revier gemacht wird, wird auch gemeldet.
00:11:49: Ich muss jetzt vielleicht nicht den Jagdpächternachts anrufen und sagen hey ich habe drei Rehe gesehen war super Anblick.
00:11:55: aber wie gesagt Dinge die wirklich wichtig sind sind wirklich unmittelbar den verantwortlichen Revier-Pechterjagd auf sehr berufsäger etc.
00:12:03: Peepee sollte man eben mitteilen Und dann, so mache ich das auch.
00:12:09: Ich habe zum Beispiel einen guten Freund, der ein Begehungsschein hat bei uns, aber er ist farmenblind.
00:12:14: Dann weiß ich okay hier, da komme ich mit an den Anschluss.
00:12:18: Also ich lasse nicht alleine auf dem Anschloss rumlaufen, sondern wir schauen uns den vermeintlichen Anschlusten gemeinsam an und dabei lernt man natürlich immer ganz viel.
00:12:33: wenn ich im Prinzip dem frisch gebackenen Jungenjäger sagt, hier passt auf als Schweißke.
00:12:38: Da haben wir vielleicht den Kugelriss.
00:12:40: Es ist manchmal auch einfacher wenn der Schütze dann am Sitz sitzt und mich dann einweist weil unten aus der Froschperspektive es natürlich immer dann schwierig den Anschluss tatsächlich zu finden.
00:12:52: ganz ruhig bleiben besonnen bleiben und nach Möglichkeit biete ich dann auch meine Hilfe an.
00:12:58: Das ist vielleicht auch ein Thema, wo ich auch sage hier, wenn der frisch gebackene Jungenjäger die ersten Schritte dann tatsächlich alleine macht das dann auch wirklich einer von den erfahrenen und verantwortlichen Jäger und auch in Revier ist.
00:13:11: also macht jetzt keinen Sinn, wenn nicht den frisch gebackenen Jungjäger auf dem Hochsitz am Samstagabend um.
00:13:15: keiner ist greifbar.
00:13:16: Und dann kommt es nämlich zu dieser Situation erdenstückwild beschossen und er weiß nicht wie er damit umgehen soll.
00:13:22: Und dann gibt es natürlich die allertollsten Geschichten.
00:13:28: Gegens Lehrbuch, wo dann selber nachgesucht wird im Busch rumgelaufen wird mit der Wärmepiltechnik im Prinzip Schritt für Schritt das Stück Wild schon gesucht wird in dem Wald.
00:13:38: Man vertrampelt den ganzen Anschuss und das hört man ja auch zu genüge.
00:13:43: von den Nachsuchen gespannt von den Profis ... wo dann in aller Regel ja auch schon vorher dran rumgedappt wurde, mit einem Pfiffi,... ... der sicherlich auch brauchbar ist.
00:13:55: Irgendwann mal seine Brauchbarkeitsprüfung schweißt gemacht hat... ... mit dem Pfiffie selber nachgesucht wird und dann wenn wirklich die Kackherm dampfen ist, dann holt man erst den Profi.
00:14:05: Also das heißt im Prinzip abwarten ruhig bleiben, ruft die Verantwortlichen an... ... und jemanden, der eben Erfahrung hat, sagt beim einem auch hey!
00:14:13: So und so geben wir vor, wir gucken uns gemeinsam den Anschluss an.
00:14:16: Und bringen das im Prinzip dann auch hoffentlich positiv zu
00:14:21: Ende.".
00:14:22: Das ist genau so wie man es machen sollte – so wie es mir auch beigebracht wurde!
00:14:26: Ruhig bleiben, nicht vorschneuerhandeln, Bestände anrufen und sagen hey ich hab geschossen und dann kommt der einmal gemeinnah auch.
00:14:37: Kommen wir mal in Richtung Abschluss in dieser schönen Folge?
00:14:40: Wenn du mal einfach ins Innenste rein hörst von deinen hunderten Jagdschülern, die du ... oder vielleicht eher Tausende, glaub ich.
00:14:48: Sind's mittlerweile?
00:14:50: Wenn du da mal so in dich selber reinhörst und sagst hey wenn mich ein Jungjäger anruft und dir stolz von seinem ersten Stück erzählt ist es dir dann lieber ey jawoll?
00:15:03: das hat beim ersten Mal super geklappt oder er hat tatsächlich dreimal den Finger gerade gelassen und erst beim vierten Mal hat der Abzug gedrückt.
00:15:12: Er hat auch noch das mal so betrachtet.
00:15:14: Die Jungjäger stellen sich oftmals die Frage, warum machen sie überhaupt einen Yacht-Schein?
00:15:18: Wie intensiv gehen die auf Jagd.
00:15:21: Da sind ein paar wenige dabei, die das wirklich mit Herzblut machen.
00:15:27: Für viele ist es ein Hobby, wo die sagen okay hier ich habe Familie, ich hab Job und noch andere Hobbys.
00:15:34: Ich gehe auch gerne mal zur Jagd.
00:15:36: Das kommt immer so ein bisschen drauf an, eben die Intensität.
00:15:39: Wie oft geht man auf Yacht?
00:15:41: Gibt Jachtschüler, die gehen wirklich nach dem bestehendes Yachtschein mit einem frisch gedruckten Yachtsschein sind, die fünfmal die Woche draußen versuchen auch alles aufzusaugen nehmen verschiedenste Vorbildungen auch im Nachgang war.
00:15:55: Die haben natürlich dann noch sehr häufig oder sehr schnell sammelt die Jagdli-Erfahrung indem das ja auch Beute machen.
00:16:01: Das freut mich natürlich auch, wenn die Bilder kommen oder auch die Infos.
00:16:06: Genauso freut es mich dann auch über die Leute, die sagen hey ich habe vielleicht auch negative Erfahrungen gemacht das gibt's natürlich auch.
00:16:16: Aber das gehört eben auch dazu zur Jagd.
00:16:20: und genauso freue ich mich darüber, wenn Leute sagen hey boah ich hab noch kein Stück Wild geschossen aber ich sehe viel Ich bin mit den Beständer draußen, der erklärt mir auch alles und zeigt mir alles haaklein.
00:16:33: Weil wenn man ehrlich ist es gibt ganz viele Leute die richtig viel Beute machen.
00:16:36: Die haben aber noch nie eine halbe Stunde lang eine Rote Wildschweine irgendwie zugeguckt wie sie da im Wald irgendwo gebrochen haben sondern immer schon gleich in den ersten dreißig Sekunden die Waffe hochreißen und das erstbeste Stück was dann passt dann auch erlegen.
00:16:50: Auch alle so okay, aber wie gesagt das gehört auch zur Jagd dazu dass man halt auch dementsprechend ja das ansprechen lernt Und wenn es dann eben nicht zum Schuss kommt, ist das auch so.
00:17:02: Ich glaube nicht dass es dem Jäger darum geht... ...dass man ein Haufen Stücke erlegt, dass man quantitativ gut ist sondern man will ja auch eine gewisse Qualität haben und man sagt hier ansprechen.
00:17:15: ich weiß jetzt mittlerweile die Unterscheidungsmerkmale zwischen Ricke und Schmalre.
00:17:24: Das habe ich jetzt gelernt weil ich es mir selber angeeignet habe, beziehungsweise weil es mir jemand mit Erfahrung auch gezeigt hat.
00:17:32: Also wie gesagt das ist die Mischere von allem und wie gesagt, das ist aber auch immer Charaktersache.
00:17:37: der eine will halt gerne und schnell Beute machen und andere sagt Ich will das erstmal beobachten und freue mich natürlich dass ich die Stücke gesehen hab Und dann wenn's passt erledigt ein Stück für mich für meine Gefriertruhe alles in Ordnung.
00:17:52: Der erste Schuss muss nicht beim ersten Anblick fallen.
00:17:57: Entscheidend ist nicht, wie schnell nach dem Märktschein das erste Stück liegt.
00:18:00: Entscheidend sind ob der Schuss sicher verantwortbar und unter den eigenen Fähigkeiten sauber möglich war.
00:18:07: Und wenn mal nach einem Schuss Zweifel bleiben, Ruhe bewahren, Nicht planlos am Anschluss herumlaufen, frühzeitig die richtigen Leute hinzuziehen.
00:18:16: Gerade am Anfang gilt deshalb vielleicht mehr als irgendwann später.
00:18:20: lieber einmal mehr Fragen und einmal weniger schießen!
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